
Kurze Historie
Im Jahr 2004 wurde das erste Nest der Asiatischen Hornisse in Frankreich, in der Nähe von Bordeaux, entdeckt. Die Königin wurde sehr wahrscheinlich mit Containern ungewollt aus China importiert.
Das erste Nest in Deutschland wurde 2014 in Baden-Württemberg gemeldet.
Der erste Nachweis der Asiatischen Hornisse in NRW war im Jahr 2020 im Kreis Heinsberg.
Sie ist wahrscheinlich von den Niederlanden oder Belgien zu uns gekommen.
Die erste Nestentfernung in Oberhausen wurde im November 2023 durch uns in Oberhausen Sterkrade durchgeführt. Das Nest befand sich in einem Billardtisch.
Alle Völker der Asiatischen Hornisse in Europe stammen von dieser einen Königin ab, was durch Gentests nachgewiesen ist.
Seit 2016 gehört die Asiatische Hornisse zu den europäischen, invasiven Arten, die zu bekämpfen sind. Gemäß der EU-Verordnung 1143/2014 ist das Auftreten einer noch nicht etablierten Art schnell zu bekämpfen.
Leider hat die Regierung beschlossen, die Art seit März 2025 in Deutschland als etabliert zu führen. Somit ist die flächendeckende Ausrottungspflicht entfallen und die Kosten für die Nestentfernung müssen von den Grundstückseigentümern getragen werden.
Die Besiedlung im westlichen NRW durch die Asiatische Hornisse ist mittlerweile Flächendeckend. Auch in Oberhausen ist in den nächsten Jahren mit einer weiteren Ausbreitung zu rechnen, deren Ausmaß als erheblich eingeschätzt wird.
Erste Maßnahmen
Die jungen Königinnen verlassen ihr Winterquartier, wenn es mehrere Tage Temperaturen von ca 12 Grad Celsius gibt. Dass kann in Oberhausen schon im Februar sein. Sie gründen ihr Nest in der Regel in der Nähe ihres alten Nestes.
Priorität hat bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse im Frühjahr die Entnahme der Königin aus der Natur.
Beim Bau des Primärnestes (Embryonales Nest), das meißt in niederiger Höhe in Hecken, Schuppen oder Dachvorsprüngen zu finden ist, wird die Königin oft von Rivalinnen angegriffen und das Nest wird usurpiert. Deshalb sollte das Nest vorerst belassen werden um möglichst viele Königinnen von der Fortpflanzung auszuschließen.
Eine spätere Nestentfernung kann durch das Überstülpen eines großen Glases vorgenommen werden. Im Anschluss wird der gesamte INhalt bei minestend – 18 Grad Celsius über mehrere Tage eingefroren, wodurch die Hornissen abgetötet werden.
Weiterführende Maßnahmen
Diese sollten nur von speziell ausgebildeten Personen durchgeführt werden, die auch über entsprechende Schutzmaßnahmen und Gerätschaften verfügen.
Ein Imker-Schutzanzug reicht hier nicht aus!
Die Asiatische Hornisse hat einen Stachel der bis zu 7mm lang sein kann. Sie kann ihr Gift auch nach allen Seiten verspritzen. Ähnlich wie bei einer Speikobra.
Nach unserer Erfahrung greifen die Hornissen bei der Annäherung an das Nest schon ab etwa 3 Metern an. Der Angriff erfolgt oft von einer großen Anzahl Tieren gleichzeitig.
Zur Entfernung der Nester bis etwa 6 Metern Höhe reicht eine Leiter. Ab etwaa 7 Metern nutzen wir eine spezielle Lanze zum Abtöten der Tiere und die Nestentfernung. Mit dieser Lanze können wir Nester bis maximal 20-30 Metern Höhe erreichen. In Sonderfällen kommt ein Hubsteiger zum Einsatz.
Beratung und Nestentfernung:
Der Bienenzuchtverein Oberhausen hat speziell ausgebildete Mitglieder, die auch über das entsprechende Know How und Equipment verfügen.
Haben Sie Fragen oder gar Probleme mit dieser invasiven Hornissenart, wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere Spezialisten.
Wir beraten Sie gerne telefonisch oder auch vor Ort.
Kontakt:
Reinhard Möhle, Telefon: 01575 4663426
Mail Umsiedlung@bienen-oberhausen.de